Forschungsauftrag FE 05.130/2002/DGB
im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr,
Bau- und Wohnungswesen (BMVBW)
Forschungsnehmer: IfM Dr. Schellenberg Leipheim
Bearbeiter : Dr.-Ing. H.-W. Schade
Thema: Untersuchungen zum Reaktionsverhalten von Mischbindemitteln zur Bodenbehandlung
Bodenbehandlungen mit Bindemitteln werden in Deutschland seit mehr als 50 Jahren im Verkehrswegebau und zur Stabilisierung des Baugrundes unter Gründungen durchgeführt.
Im Regelfall werden Bodenbehandlungen mit Kalk oder Zement durchgeführt. Eignungsprüfungen sind gemäß den Technischen Prüfvorschriften getrennt für das jeweilige Bindemittel zu erstellen. Seit 1994 werden auch Gemische aus diesen beiden Bindemitteln auf dem Markt angeboten und vorzugsweise für Bodenverbesserungen von gemischtkörnigen und leicht plastischen, bindigen Böden anstelle der genormten Bindemittel Feinkalk, hydraulischer Tragschichtbinder und Zement eingesetzt. Mischbindemittel sollen die jeweils spezifischen Vorteile der Bindemittel wie z.B. Wassergehaltsreduktion bei Feinkalk und Festigkeitsentwicklung bei hydraulischen Bindemitteln vereinigen. Ziel ist es, in einem Arbeitsgang gleichzeitig eine Abtrocknung und Bearbeitung des Bodens sowie eine eventuell erforderliche Festigkeitssteigerung zu erreichen. Im Rahmen des Forschungsvorhabens wurde untersucht, wie das Reaktionsverhalten von Mischbindemitteln im Vergleich zu den genormten Bindemitteln Kalk und Zement ist und welche Vorgaben für die Eignungsprüfung und die Bodenbehandlung mit Mischbindemitteln einzuhalten ist.

Forschungsauftrag FE 06.079/2003/DGB
im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr,
Bau- und Wohnungswesen (BMVBW)
Forschungsnehmer: IfM Dr. Schellenberg Leipheim
Bearbeiter : Dipl.-Ing. K. Graf, Dr.-Ing. K. Vassiliou
Thema: Auswirkungen der Eigenschaften von Sanden und Füller auf den Mörtel von Walzasphalt (SMA / Asphaltbeton)
Durch die Zunahme des Schwerlastverkehrs und der damit veränderten Asphaltkonzeption kommt der Sandqualität eine größere Bedeutung zu, als es bei den früheren mörtelreichen Asphaltbetonen der Fall war. Den Herstellern von Edelbrechsand und Asphalt muss für die Konzeption von Walzasphalt ein einfaches, aussagefähiges und kostengünstiges Prüfverfahren zur Beurteilung der Wasserempfindlichkeit von Edelbrechsand zur Verfügung stehen, um in der Folge der Straßenbauverwaltung eine höhere Gebrauchsdauer der gesamten Straßenbefestigung zusichern zu können. Hierzu werden im Rahmen des Projekts eine Literaturstudie und Untersuchungen zur Wasserempfindlichkeit des Mörtels durchgeführt, um abschließend Festlegungen zur optimierten Aufbereitung von Edelbrechsanden zu formulieren.
Forschungsauftrag FE 06.081
im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr,
Bau- und Wohnungswesen (BMVBW)
Forschungsnehmer: IfM Dr. Schellenberg Rottweil
Bearbeiter : Dr.-Ing. P. Schellenberg
Thema: Abschließende Messungen auf der bestehenden Sandversuchsstrecke im Zuge der B 14 - Umgehung Rottweil
1984 wurde eine Versuchsstrecke im Zuge der B 14 angelegt, um den Einfluss unterschiedlicher Sandarten auf das Verhalten der Asphaltdeckschicht festzustellen. Bereits nach vierjähriger Liegezeit waren die Eigenschaften der Asphaltbetone abhängig von der Sandart sehr unterschiedlich im Bezug auf Griffigkeit, Hohlraumverhältnisse, Füllernachbildung und Dauerhaftigkeit. Um die bisherigen Ergebnisse nach einer Liegezeit von nunmehr 20 Jahren zu bestätigen, sollen abschließende Prüfungen durchgeführt werden. Da einzelne Abschnitte Risse aufweisen und die Felder mit dem Hochofenschlackensand mehrfach geflickt wurden, steht eine grundsätzliche Sanierung durch die Straßenbauverwaltung unmittelbar bevor. Das Projekt eröffnet die einmalige Gelegenheit, das Verhalten des Asphalts in Abhängigkeit von der Sandart nach 20 Jahren Liegezeit zu überprüfen. Im Hinblick auf den Abschluss von Funktionsbauverträgen, die derzeit auf eine Zeitdauer von 20 Jahren abgeschlossen werden, sind nach Abschluss des Forschungsprojektes neue Erkenntnisse und Erfahrungen zu erwarten.